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Turnierbericht WUEC France 2006

Spät aber doch…endlich der Turnierbericht zur WUEC in La Rochelle / FRA!

Das österreichische Team, bestehend aus Caroline Ganahl, Johannes Huber, Martin Hauptmann und Ersatzreiterin Isabelle Dorda, sowie ich als eure liebe Obfrau und Werner Gamauf als unser Supporter, trat die weite Reise ans Meer an, um den Titel des Vizeweltmeisters aus Tokio 2004 zu verteidigen.

Da Caro und ich bereits Dienstag Abend in Wien anreisten, erreichten wir nach einer sehr kurzen Nacht (5 Uhr früh ist ja auch wirklich keine Zeit…;-)) um 6:00, dank unserer lieben Birgit, den Schwechater Flughafen! Martin und Werner erwarteten uns bereits im Café und nach einem kurzen Frühstück erreichten wir NATÜRLICH zu spät die Check-in Schalter und mussten um unseren Flug bangen. Dank Kathi, die praktischerweise beim Check-in arbeitet, landeten wir zwei Stunden später in Paris – leider ohne unser Gepäck!


Da sich aber ein Studentenreiter von solch Nebensächlichkeiten nicht beeindrucken lässt, traten wir nach kurzen Diskussionen die Weiterreise nach La Rochelle an.
Konzentriertes Studieren der U-Bahn Pläne ließ uns sofort als Touristen auffallen, spätestens jedoch als Werner, voll Entsetzten feststellte, dass wir uns im Kreis bewegen müssen, da wir uns schon wieder in „Sortie“ befänden war unsere Tarnung aufgeflogen…*lol*
Kurz vor Ende unserer Fahrt trafen wir dann auch auf Isa und Hannes, die schon seit Montag Paris erkundeten.


Kaum in La Rochelle angekommen, durfte ich mich zum ersten Chef d’equipe meeting begeben. Dort fand ich alle Gerüchte bestätigt: Franzosen sprechen wirklich ausschließlich französisch!!!
Ein straffer Zeitplan, der dann ja eh nie eingehalten wurde, ließ uns am nächsten Morgen um 6:00 aus dem Bett kriechen. Dressur stand auf dem Programm. Martin, noch immer ohne Gepäck, wurde von Hannes versorgt (kann man als Mann wirklich nicht in Boxershorts reiten??). Trotz einiger Bekleidungsprobleme kämpfte das österreichische Team hartnäckig und brachte alle Reiter in die zweite Runde. Sowohl Martin als auch Hannes konnten sich einen Platz in der dritten Runde sichern, während wir anderen bereits angestrengt über die Abendgestaltung grübelten. Nach einem sensationellen Abendessen, war diese jedoch von Seiten der Veranstalter erledigt und wir Studenten mussten uns mit Mitgebrachtem und einem deutschen CD-Player selbst versorgen.


Freitag morgen 6:00 Uhr: Springen! Leider konnte nur Martin mit seinen Ritten das Richterkollegium überzeugen und in die dritte Runde aufsteigen. Trotz dieser kleinen Niederlage, gabs an diesem Tag auch positive Überraschungen! Unser Gepäck, war nach einigen Umwegen über Lyon und Orly endlich in La Rochelle angelangt! Endlich saubere Kleidung! Um zu beweisen, dass Österreich nicht immer so stinkt, warfen wir uns zum Empfang in der Town Hall ordentlich in Schale! Ausgerüstet durch die Fa. Schneider’s gelang uns das auch ganz gut, und der Ruf war wiederhergestellt!
An diesem Abend überraschten uns die Veranstalter mit einer kleinen Party, die viel zu früh beendet wurde und den Großteil von uns noch in ein nahe gelegenes Casino trieb.
Da die für Samstag geplanten Sightseeing Touren abgesagt wurden, konnten wir in Ruhe ausschlafen. Um 11:00 gab es dann Fischsuppe zum Brunch! (ein Menü mit den sich nach dem Abend im Club nicht jeder anfreunden konnte und dann von trockenem Brot leben musste…)
Kurz vor 2 gings dann wieder zur Reitanlage. Hannes beendete seine Dressurwertung mit einem sehr guten 12ten Platz, knapp geschlagen von Martin auf Platz 11. Hannes stellte später seine Fähigkeiten als Springtrainer unter Beweis und coachte Martin souverän ins kleine Finale.

www.fisu.net


Für die Ersatzreiter organisierten die Veranstalter ein KO Springen, in welchem sowohl Isa, als auch Caro brillierten. Beide schafften den Einzug in das Semifinale und ritten schlussendlich ex aequo auf den dritten Platz.
An diesem Abend hatten die Holländer eine Wahnsinns Party in einem Club in der Nähe organisiert, die uns für die fehlende Abendgestaltung der letzten Tage entschädigte.
Am Sonntag konnten wir ganz entspannt das Dressur- Finale beobachten, danach war es and der Zeit Martin anzufeuern, der schlussendlich auf dem 7. Platz landete.
Da wir nicht schon wieder den Flug verpassen wollten, mussten Caro, Martin, Werner und ich bereits gegen 19:00 abreisen. Isa vertrat uns würdig und sammelte sämtliche Preise für uns ein:

• dritter Platz in der Mannschaftswertung Dressur und somit die Bronzemedaille
• Martins Medaille für den Vizeweltmeister in der Kombinationswertung

Das bedeutete im Medaillenspiegel Platz 3, ex aequo mit Frankreich.
Der Gala Abend fand ungewöhnlicherweise am Sonntagabend statt. Die meisten Teams waren bereits abgereist und auch hier waren Isa und Hannes auf sich allein gestellt, während der Rest von uns bereits eine mehr oder weniger angenehme Nacht am Pariser Flughafen verbrachte.
Alles in allem war die WM in La Rochelle für uns alle ein schönes und erfolgreiches Erlebnis, und ich hoffe das auch kommende Weltmeisterschaften so verlaufen!



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