ZURÜCK ZUM MENÜ TURNIERBERICHTE

SRNC OSLO 16.6.- 20.6.2004

Heja Norge, hopp Schwiiiiiiiz!


Willst Du Abenteuer, Spannung und Unterhaltung? Dann fliege Standby Wien – Oslo – München – Wien zum Nations Cup nach Norwegen. Das dachte sich die ARC – Sektion Velm, bestehend aus Birgit, Kathi und Moni Mitte Juni und brach in ein lustiges und lehrreiches Wochenende auf.
Von der Landung in Oslo am Mittwoch, 16.6.04 um 22.30 bei Sonnenschein bis zur Ankunft am Bahnhof Skøyen läuft alles planmässig (Anmerkung von Captain Kathi: „Durchs „o“ musst ein Stricherl machen“), um 23.45 haben wir unser Ziel erreicht. Es folgt die erste Lektion des Wochenendes: in Norwegen muss man nicht nur Euro in NOK umrechnen, sondern auch mitteleuropäische Minuten in skandinavische. Aus den 5 angekündigten Minuten die bis zum „pick-up“ durch Line vergehen sollen werden schliesslich 45. Nach einer halben Stunde des Wartens erreicht uns ein Anruf: „Guess what – I forgot you!“. Antwort: „Guess what – we´re still at the station!“ ?

Um 1.10 erreichen wir dann endlich die Party-Location bei der Reitanlage, richtige Feierstimmung will aber nicht mehr aufkommen. Obwohl die Sonne gerade wieder aufgeht, ruft das Matratzenlage laut nach uns. Die zweite Lektion des Wochenendes: Europa erhält eine neue Ordnung, Österreich liegt der Schweiz zu Füssen und Belgien liegt mitten in der Schweiz...

Donnerstag, erster Wettkampftag: nach dem Wake-up und gemütlichem Frühstück bringt uns der Sammelbus zu 45 Minuten entfernten Reitanlage.
Nach einer passabel absolvierten Gruppendressur steigen Kathi und Moni zum Leidwesen der Schweiz in die zweite Runde auf.
Dem neugegründeten Ricola-Milka-Bündnis tut dies aber keinen Abbruch und wir haben eine Menge Spass mit den „Heidis“. (Wer hat’s erfunden? Und wer hat’s aufgegessen?) Die Anziehung zwischen den beiden Nationen bleibt auch dem Los nicht verborgen, insgesamt vier mal müssen wir gegeneinander antreten.

Der Partyverlauf an diesem Abend ist nicht weiter erwähnenswert, weshalb wir uns mit der Schweiz und Luxemburg schon bald zum Plätschern (Zitat Kathi) in den Wald verziehen. Nach der fiesen Attacke einer geilen Mücke räumen wir allerdings freiwillig wieder das Feld. Die zentralen Fragen des Abends lauten: „Wann kommt endlich der Bus?“ und „Wo ist Kathi´s Handy hingekommen?“
(=> der Captain ist leicht unrund...)

Freitag: nach einem wirklich schönen Ritt schafft Kathi den Aufstieg in die zweite Springrunde. Denkwürdig wird dieser Tag deshalb, weil wir es endlich einmal schaffen die Kombination „Kathi“ und „schmähstad“ herzustellen. Ein inbrünstiges „Beeeaaautyyy!!!“ beim Einreiten schafft es, diesen äusserst seltenen Zustand herzustellen. STRIKE!
Das Gustostückerl des Tages liefert unser Captain dann in der zweiten Runde. Mit „Armageddon“ verfolgt sie nicht nur die Strategie „Je-schneller-desto-fertig“, sondern demonstriert auch mit Leichtigkeit, dass Kombinationen mit genügend Pfiff auf In-Out geritten werden können. Damit noch nicht genug zeigt sie als Draufgabe auch noch den perfekten „Ohne-Bügel-Stil“. Ganz ohne Netz! („Hat’s ja nur einmal kurz weh getan.....“)
Die Entscheidung über die Abendgestaltung fällt erst in der letzten Sekunde. Während Luxemburg dankend auf ein weiteres Sit-In in der Kälte verzichtet und in die Stadt aufbricht unterliegt das Ricola-Milka-Bündnis dem Gruppenzwang und beschliesst, der Party zumindest eine Chance zu geben. Needless to say, dass die Ösis die letzten sind, und während Birgit und Kathi draussen warten und eigentlich den Bus aufhalten sollen sieht Moni ungläubig durchs Fenster zu, wie selbiger gerade losfährt. Ein Wink des Schicksals – Oslo wir kommen!
Lektion Nummer drei des Wochenendes: mache nie eine Rechnung ohne der Schweiz! Die „Heidis“ zwingen den Bus extra für uns zur Umkehr und unter dem Gegröhle der anderen Nationen steigen wir zu. Eine echte Fügung des Schicksals wie sich später herausstellen sollte, spät des Nächtens wird Kathi´s Handy wieder gefunden, das trotz intensiver Suche bis dahin verschollen war (schön blöd, wenn man im Suff vergisst, dass man den Wald dem Plumpsklo vorgezogen hat...).
An dieser Stelle sind wir bei Lektion Nummer vier des Wochenendes angelangt: ein Nagelset kann Leben retten. Nach einer gelungenen Schiefer-Operation am Nachmittag hilft es uns jetzt das arme Nokia wieder funktionsfähig zu machen. Stimmungstechnisches Party-Highlight an diesem Abend ist der Fernseher und die Tatsache dass Schweden gegen Italien in letzter Minute doch noch den Ausgleich erzielen kann. Kurz darauf sind wir froh im BMW der Schweden unser Privattaxi zu finden – nix wie weg!

Samstag: Culture Day! Nach gemeinsamer Fahrt zum Vigelandspark und Bewunderung der berühmten Skulpturen beschliessen wir, das Mittagessen bei Line und die Besichtigung der Holmenkollen Sprungschanze zu spritzen und statt dessen lieber auf eigene Faust Oslo zu entdecken. The best decision ever! Zu Fuss geht’s erstmal zum Hafen. Während Kathi und Moni wie kleine Kinder vor dem Weihnachtsbaum die Yachten anhimmeln, erleidet Birgit nach eigenen Angaben ein Bootstrauma, das nach einem Marsch auf die Museumsinsel mit Besichtigung der Vikingerschiffe und des Kontiki-Museums noch verstärkt wird.

Langsam meldet sich auch der Magen zu Wort und so setzen wir mit der Fähre über in die Innenstadt und fallen beim hiesigen Mc D. ein . Es folgt ein Spaziergang zum königlichen Schloss („Haaaaaaaaaakon!!!!“) von wo wir die T-Bahn zurück zum Hostle nehmen.
Das Galadinner in uriger Umgebung wird partytechnisch zum Höhepunkt des Wochenendes. Dank einer mitteleuropäischen Kooperation (ITA, LUX, CH, AUT), steigt der Promillespiegel schon von Beginn weg stark an. Über unseren Captain, Andrea den Italiener und das dunkle Winkerl breiten wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens...
In Erinnerung bleiben Elch-Gulasch, Mitternachts-Waffeln, ein blutiges irisches Goscherl („IRELAAAAAAND!“) und jede Menge „Singing in the rain“.

Ungünstige Flugzeiten zwingen uns am Sonntag bereits vor dem Finale aufzubrechen (freche diesbezügliche Kommentare aus Germany überhören wir!). Line bringt uns zur Skøyen Stasjon und um exakt 11.55 beginnt unsere Heimreise ins Ungewisse. Die Verspätung unseres Oslo-München Anschlusses wird zusammen mit dem Rätselraten ob der Flieger uns überhaupt mitnimmt noch relativ gelassen hingenommen. Wir ernennen das Last-Minute-Boarding zum neuen Volkssport und heben mit eineinhalb Stunden Verspätung schliesslich ab, um in München die nächste Überraschung zu erleben. Eine Panne hat den halben Flugbetrieb lahmgelegt, unser Flieger war noch in Wien und damit nicht genug auch hoffnungslos überbucht. Mit viel Glück und Liebe und einer Schrecksekunde am Schalter („Neee, neee die nehmen wir nicht mit, das bringt ja nix“ – meint der uns???) schaffen wir es in den Flieger. Moni hat schon wieder einen Fensterplatz, die Welt ist gerettet!
Beim Schreiben dieser Zeilen ist es exakt 20.50 und wir sind „schon“ in der zweiten Startposition.
READY FOR TAKE OFF – die letzte Etappe beginnt.....

Gesammelte Erkenntnisse des Wochenendes die keinen Eingang in den Bericht fanden:
• Aufregen hilft nix, die Norweger sind das langsamste Volk der Welt
• In Irland gibt es Tasmanische Teufel (IRELAAAAAAAND!), die ganz Resteuropa unter den Tisch saufen („I don´t drink beer, can I do it with Gin?)
• Das Ego von Italienern kann man stärken indem man sie beim Tischfussball mit einem Tor Unterschied doch noch gewinnen lässt.
• Birgit ist die perfekte „Bordkasse“ (ok, sie nennt das Trottel vom Dienst)

For further information please contact the service center of A.R.C. Section Velm ?


Und wenn man sich das Resultat der Gruppendressur ansieht kann man nur Eines sagen: „And the Oscar goes to...Section Velm“


ZURÜCK ZUM MENÜ TURNIERBERICHTE