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Turnierbericht
vom SRNC Bern, 22. – 25. November 2001 Nun endlich kann ich mich mal aufraffen und vom Turnier in Bern berichten. Mal sehen, was dabei rauskommt….. Nun, die Mannschaft stellte sich zusammen aus Christian, dem “Steirerman”, Alexis aus Wien und mir, Gitta aus Graz. Bei der Anreise sollten wir uns alle in Innsbruck am HBf treffen, doch der Zufall wollte es, dass wir uns (Christian und ich waren schon gemeinsam in einem Zug) schon vor Innsbruck sahen, als nämlich der Zug aus Graz denjenigen aus Wien bei einem Halt überholte. Gemerkt und sofort den Alexis kontaktiert, wo er denn sei, denn wir fahren grad an seinem Zug vorbei (und was sich reimt ist wahr!). Promt kommt doch unser Waggon genau beim Fenster vom Alexis zum Stehen….. Das gleiche übrigens auch beim Umsteigen in Innsbruck. Umsteigen ist sowieso nicht unsere Stärke, denn in Zürich laufen - ja genau, laufen - wir lieber Umwege. Wir haben ja noch soviel Zeit… Die Zeit, bis die Evelyn (zum Abholen) da war, vertrieben wir uns am Bahnhof Bern in der Halle, wo wir anscheinend einen recht erbärmlichen Eindruck gemacht haben, weil uns sogar ein Typ von der Bahnhofsmission seine Hilfe angeboten hat. Unsere Unterkunft befand sich in einem Bunker unter einem Sportzentrum. Ein dreistöckiges Matratzenlager, sehr nett und kuschelig. Unsere Zimmerkollegen waren die Franzosen, ein nettes Völkchen mit guter Laune und natürlich konnte ein jeder von ihnen verständliches Englisch…. Eine Überraschung erlebten wir im Gasthaus beim Abendessen. Sitzt doch am Nebentisch ein Österreicher und wir wissen nix von ihm. Das war Dieter aus Graz und sollte eigentlich DJ an den Abendveranstaltungen sein. Somit hatten wir letztendlich doch noch eine prima Unterstützung dabei!! Die Welcome-Party verlief etwas träge, was wohl an den langen und anstrengenden Anreisewegen lag. Müd!! Nach einer lauten und schlaflosen Nacht und einem gut bewachten Frühstück in der Kaserne ging es zum Reiten. Wir hatten in der ersten Runde Dressur unter anderem gegen die Schweiz anzutreten, was sich anscheinend negativ auf unser Weiterkommen auswirkte. Keiner von uns schaffte es in die zweite Runde, obwohl Alexis sogar eine zweite Chance bekommen hatte, denn die Richter hatten sich anscheinend nicht wirklich ausgemacht, wer hier wen anschaut. (Die waren doch gar nicht auf der Party gestern, oder?) Das war ein nettes Pferdchen, was Alexis da bekommen hatte, doch das nützt halt nix gegen weiblichen Charm plus liebes kleines Pferd. Nein, es war schwierig zu entscheiden. Mir hats aber gut gefallen, denn die liebe alte Rapunzel - obwohl nicht langmähnig, was der Name doch versprechen sollte - war ein Schatz. Nun hatten wir wenigstens den Nachmittag frei und konnten uns ohne bedenken dem Lumumba (Kaba mit Amaretto, war ein Tip von Heike), oder wie immer das auch heisst, hingeben. Am Abend war ein Karaoke Contest, den wir, “Take a Chance on me” singend (schreiend??), gemeinsam mit den Mädchen aus Irland bestritten. (Wer hat das ausgeheckt? Christian?) Der besten Darbietung winkte eine grosse Flasche Sekt, den die Spanierinnen mit nach Hause nahmen. (aber Sekt explodiert doch im Flugzeug….doch ob er bis dahin gekommen ist?) Am nächsten Tag war endlich Springen angesagt, was Christian und ich schon herbeisehnten. Alexis wohl eher nicht, ist er doch mit 14 Jährchen das letzte Mal gesprungen. Dies zeigte sich auch an seiner Gesichtsfarbe die, je näher sein Start rückte, umso mehr Farbe verlor. Doch er machte seine Sache gut, wenngleich er mit höherer Sprunganzahl mehr und mehr das Gleichgewicht verlor und sogar ganz beim Stopp seines Rosses vor der Kombi. Schad, aber gut geschlagen. Christian hatte wohl am Vorabend entweder zuviel oder vielleicht sogar zu wenig Zielwasser getrunken, denn einige viele seiner Sprünge wirkten ziemlich vermetert. Zuviel oder zuwenig, das wollen wir mal der eigenen Vorstellungskraft überlassen….Als einzige bin ich in die zweite Runde aufgestiegen, in der ich aber nicht mehr weitergekommen bin. Fehler. Na wenigstens war jetzt die Pflicht bei uns getan und wir konnten uns der Kür widmen. Samstag Abend war Gala-Abend, leider jedoch in der Remise. War also nicht so gala-mässig wie gedacht, aber doch ganz nett und lecker. Einzig Dieter hielt unsere Landestradition aufrecht und erschien in Lederhose und Steierjanker. Die Tische wurden dann ja eh bald mit vereinten Kräften weggeschleppt um dann die Tanzbeine zu schwingen. Am Besten war wohl das Abrocken mit Dieter, der nicht tot zu kriegen war. Christian versuchte sich an verschiedenen Nationalitätinnen um uns dann am Ende alle mit div. Zukunftsträumen (Pferden, reichen Frauen, Job- und Karriereaussichten… wasweissichnoch) zuzusülzen. Es gehörte dann wohl dazu, dass er sich sogar mit uns nur noch in Englisch verständigte. Aber es war nicht schwer, zu folgen, weil’s sowieso immer das gleiche war. Ganz in der Früh wurden wir dann rausgeschmissen vom grantigen Putzteam und machten uns auf den Weg nach Hause, wobei einige anscheinend Umwege bevorzugten…
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