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Impressionen vom SRNC in Rom (30.08.01 - 02.09.01)
Rom - die Stadt, die Asterix und Obelix eroberten. Leider können wir das nicht behaupten. Aber lasst mich am Anfang beginnen:
Donnerstag abend, 33° (oder waren es doch mehr?), Ciampino (Vorort Rom's): Drei ÖsterreicherInnen warteten gespannt auf den Transport vom Bahnhof zu den Übrigen des SRNC's.
Nach einiger Zeit kam plötzlich ein Italiener auf uns zu: "Austria?" "Yes!". Im gebrochenen Englisch versuchte er uns zu erklären, dass er uns zuerst zur Herberge und dann zu den Anderen auf die Party bringen würde. Nun ist es zwar so, dass alle Wege nach Rom führen, aber nicht unbedingt unsere Unterkunft damit gemeint ist.
Jedenfalls war der Italiener nie um eine Ausrede verlegen, wenn es wieder nicht der richtige Weg war. (Vermute, das lernt man dort in der Fahrschule, dafür hätte er Michael Schumacher mit seinem Fahrstil Konkurrenz machen können.
Die Jugendherberge war der reinste Luxus. Nur hinter das Geheimnis, wie man die Duschen benützt, ohne eine Überschwemmung des Bades zu verursachen, bin ich leider während dieser 4 Tage nicht gekommen. Nach weiteren unzähligen Irrwegen kamen wir endlich zu den übrigen Reitern. Die Begrüßung war herzlich, (sogar Essen hat man uns noch serviert!). Dann gings mit dem Bus weiter zu einer Disko, wo die erste Party um ca. 3 Uhr morgens endete.
Freitag morgen um 7:00 : Aufstehen, duschen, rein ins Reitgwandl u. ab zum Bus. Die Anlage war ein Traum.

Der erste Bewerb: Mannschafts-Dressur. Team Austria hatte leider Pech mit der Wahl der Reihenfolge, was Gudrun 1. eine mit zunehmender Dauer der Prüfung intensiver werdende Kopffarbe und 2. eine neue Zügeltechnik einbrachte. Irgendwie wollte das liebe Pferd einfach nicht mehr und lies sich kräftig treiben. Trotzdem lies Gudrun, routiniert wie sie nun einmal ist, keine Gelegenheit aus, den Richtern ein freundliches Lächeln zu schenken. (Gottseidank ist der Liedschatten nicht verschwommen, - Gudrun: waßt, wos i man?)
Auch dem Team International 3 mit Cecilia, einem Italiener und meiner Wenigkeit ging es nicht viel besser. Cecilia meisterte die Aufgabe am besten und stieg auf.
Trotz all dem war die Stimmung nicht am Boden, während wir den anderen in der 2. Runde zuschauten. Grund hierfür war eine Kombination, die sich als "Traumpaar" einen Namen gemacht hat. (Auf Fotos können wir leider - in Ermangelung eines Weitwinkel-Objektives - nicht zurückgreifen). Einige hatten schon Bedenken, dass der Tierschutzverein eine Gewichtsbeschränkung für Reiter aussprechen könnte.... Jedenfalls stieg das Traumpaar gegen Cecilia in die 3. Runde auf - wir waren in unseren Grundfesten der Reiterei erschüttert! Titelsong dieses Tages: "I´m a loser baby, so why don't you kill me?"
Dopinggerüchte, die sich aufgrund unserer guten Stimmung über uns verbreiteten, konnten wir guten Gewissens widerlegen.
Als Abendprogramm fand eine Poolparty statt, wo die Deutschen wieder einmal ihrem Ruf gerecht wurden. Dennoch schafften es vier Österreicher (Gudrun war nicht dabei - sie hat sich schon vor dem Dinner in den Pool geworfen) trocken zu bleiben. Anschließend war wieder Diskobesuch angesagt, wo ich mir zum erstenmal in meinem Leben Sorgen über mein Englisch machte. Anscheinend hatte die Italienerin etwas falsch verstanden, als ich mit ihr übers reiten sprach.... Wenigstens Gudrun und Christiane arbeiteten eifrig am Bagger-Preis.
Samstag morgen: Wie üblich mit dem Bus zum Ort des Geschehens. Show-jumping. Wieder nix! Wie nahe Erfolg und Leid beinander liegen, sah man am Beispiel des Belgiers Ward van Oost. Ward war in der ersten Runde gegen mich aufgestiegen und hatte auch die 2. Runde überstanden. Was er jedoch nicht ganz unbeschadet überstanden hatte, war dieses "brutale" Trinkspiel mit den Deutschen, dessen Namen ich noch immer nicht genau kenne. Jedenfalls lies er sich bei der Heimfahrt im Bus den ganzen Nachmittag noch einmal gründlich durch den Kopf gehen. (Böse Zungen behaupten, es wäre auch schon der Vormittag dabeigewesen, da er 2(!) Einkaufstaschen benötigte.) Da er es vorzog, nicht am Gala-Dinner zu erscheinen, war somit für ihn der Survival-Cup gestorben.
Das Menü beim Gala-Dinner wurde nur noch von einer Engländerin übertroffen, die mit ihren Trinkspielen so manche Wahrheit ans Tageslicht brachte, bei der der Queen nur ein Wort eingefallen wäre: Shocking! (Aus Gründen der Diskretion will ich keine Namen nennen ...)
Es wurde noch ein längerer Abend. Auch Verena schien sich jetzt auf den Bagger-Preis zu konzentrieren, was sie mit einigen blauen Flecken (woher die wohl kamen?) bezahlte.
Sonntag dann die Finale - leider ohne Österreichische Beteiligung. Trotzdem wurde es ein lustiger Tag, was auch an den flüssigen Mahlzeiten liegen könnte. Aber irgendwie mussten wir unsere Lire loswerden, wollten wir nicht beim Zurückwechseln schon wieder Spesen zahlen. Wir investierten also unsere letzten Lire in Budweiser (wo sonst bekommt man noch 5 % ??) und sangen "I am from Austria".
Dann der Schock: Der Transport für Christiane und mich zum Bahnhof war viel zu früh. (Cecilia, die auch mit uns angereist war, wollte noch in Rom bleiben - womöglich wegen eines Römers??)
Schweren Herzens nahmen wir Abschied von unseren übrigen Team-Mitgliedern und den "Turnierbekanntschaften". Mit dem Zug fuhren Christiane und ich kurz nach 19 Uhr bei angenehmen Wetter in Rom weg. Als ich um 4:30 am Montag morgen in Klagenfurt aus dem Zug stieg und mir die Kälte und leichtes Nieselwetter erwarteten, wünschte ich, das Turnier hätte noch ein paar Tage länger gedauert.
Einige wichtige Erfahrungen, die ich während dieser wundervollen 4 Tage gemacht habe:
· Manchmal ist es besser, mit den Deutschen Englisch zu reden, damit man verstanden wird.
· Für mich wird es in der Reiterei immer ein paar Rätsel geben (What is the Italian-style???)
· Die Zügel sind nicht nur eine Verbindung zwischen Hand und Trense. (Gudrun hat uns das erklärt)
· Auch Schweizer Mütter haben hübsche Töchter (denen ich mich leider zu wenig widmete)


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