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Studentenreiter sind - der Name sagt es bereits - studierende Reiter oder reitende Studenten. Also junge Leute, die sich dem Reitsport verschrieben haben, jedoch oft noch nicht die finanziellen Möglichkeiten sehen, sich ein eigenes Pferd zu leisten. Dieser Personenkreis hat sich in Österreich zu einer Gemeinschaft, dem A.R.C. Akademischer ReitClub Österreich, zusammengeschlossen.

Im Rahmen dieser Vereinigung besteht die Möglichkeit, an einem großen Angebot an Studentenreitturnieren, Kursen und Seminaren rund um den Pferdesport teilzunehmen. Studentenreitturniere werden auf der ganzen Welt ausgetragen und bieten daher neben dem sportlichen Aspekt auch ein reichhaltiges kulturelles Angebot.


Studentenreiter beim SRNC 2004 in Oslo

Be Different

Das besondere an diesen weltweit regelmäßig stattfindenden Hochschulwettkämpfen ist der spezielle Modus: die Veranstalter stellen den Teilnehmern die Pferde zur Verfügung, auf denen sich die ReiterInnen an 3 Tagen im Knock-Out-System ins Finale kämpfen.

Die Teilnehmer müssen dabei in Dressur und Springen an den Start gehen - einer der Gründe warum bei Studententurnieren ein sehr gutes reiterliches Niveau gezeigt wird. Jeweils 3 Reiter aus 3 verschiedenen Nationen bestreiten auf dem gleichen Pferd die gleiche Runde, der Beste steigt in die nächste Runde auf, bis für die Finali nur noch 2 Reiter übrig sind.

Begonnen wird mit Anforderungen der Klasse A und mit jeder weiteren Runde steigt der Schwierigkeitsgrad bishin zur Klasse M, oder bei entsprechenden Pferden auch zur Klasse S.

Die Pferde werden den Reitern per Los zugeteilt und die Reiter haben anschließend ca. 5 Minuten Zeit um sich auf die fremden Pferde einzustellen. Dabei kommt es auf das Einfühlungs- vermögen und die Flexibilität des jeweiligen Reiters an, sich binnen dieser kurzen Zeit mit dem Pferd vertraut zu machen. Es fordert demnach nicht nur ein großes Maß an reiterlichem Können, ein vorher unbekanntes Pferd auf einem Turnier vorzustellen, sondern stellt auch eine große Verantwortung dem Lebewesen und Sportkameraden Pferd gegenüber dar.

So ist auch gerade die Fairneß gegenüber den Pferden seit jeher ein wesentliches Element der Studentenreiterei.

Völkerverständigung und olympischer Geist.

Dabei hat die Studentenreiterei noch ein sehr wichtiges Plus aufzuweisen: obwohl das Reitervolk von Natur aus einen sehr miteinander verbundenen Charakter hat, ist dieser unter Studenten durch die zusätzliche Gemeinsamkeit des Studiums noch intensiver.

Die Völkerverständigung und Freundschaft, wie sie unter Studentenreitern als selbstverständlich praktiziert wird, sollten in vielen anderen Bereichen des Alltags als Vorbild gelten. Da es bei Studententurnieren nicht, wie in fast allen anderen Wettkampfarten um Geld geht, ist der olympische Gedanke noch in seiner reinen Form erhalten. Die Teilnehmer spielen miteinander, sie kämpfen nicht gegeneinander. Und im Vordergrund bleibt stets das Wohlergehen des Sportpartners Pferd.


Gelebte Völkerverständigung und Freundschaft unter Studentenreitern.

Junge Reiter - lange Tradition

So manch einer mag glauben, dass es sich bei der Studentenreiterei um einen noch recht jungen Bereich des Reitsports handelt - doch weit gefehlt: so wurde bereits 1681 an der Universität zu Basel die Reitkunst in den Lehrplan aufgenommen und im Jahre 1766 beschrieb ein Student der Universität Leipzig in einem seiner ersten literarischen Versuche den Betrieb an der dortigen Universitätsreitschule. Der Name des wohl bekanntesten Studentenreiters: Johann Wolfgang von Goethe.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo ein großer Teil der Reitsport- größen aus der Studentenreiterei kommt, ist diese in Österreich nicht sehr bekannt. Dieser Tatsache möchte der Akademische ReitClub Österreich entgegenwirken und lädt deshalb alle Reitsportinteressierten und Pferdeliebhaber herzlich zum von 3.-5. September stattfindenden "Student Riding Nations Cup" Turnier auf den Gutenhof ein.

Internationales Studentenreitturnier am Gutenhof

Von 3.-5. September 2004 treffen am Gutenhof in Himberg bei Wien, der freundlicherweise von Frau Diana Wünschek und Herrn Kurt J. Mrkwicka zur Verfügung gestellt wird, beim Nationenpreis der Studentenreiter talentierte Nachwuchsreiter aus 15 Nationen auf einander um sich in den Disziplinen Dressur und Springen zu messen. Neben zahlreichen europäischen Nationen haben auch Mannschaften aus den USA, Canada und Japan ihr Kommen angekündigt, um sich für die im Dezember 2004 stattfindende Weltmeisterschaft der Studentenreiter in Tokyo/Japan zu qualifizieren.

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